Die historische Brodmühle ist ein bedeutendes 

Zeugnis Ingolstädter Kultur- und Technikgeschichte

Ihre Historie lässt sich zurückverfolgen bis in der erste

 Hälfte des  16. Jahrhunderts.

 Im Ingolstädter Burgfriedensplan von 1580 ist sie als 

'Knopfmil' eingezeichnet

 

Im 18. Jahrhundert gelangt sie in den Besitz 

desAngerklosters in München und führt von 

da an den Namen Angermühle

Das Kloster verleiht die Mühle jeweils auf

 Erbrecht weiter.

 

1840 gewährt der Ingolstädter Stadtmagistrat dem Müller 

Anton Brod das Recht, in der Mühle zu wohnen und 

dort das Müllergewerbe auszuüben. Die Familie Brod 

erwirbt das Anwesen und gibt der Mühle ihre Namen. 

Seit dieser Zeit befindet sich die Brodmühle im 

Familienbesitz. Bekannte Ingolstädter Namen wie 

Jakob Brod (Weltmeister im Armeegewehrschießen) oder 

Karl Brod (Audi Zentrum Brod) stammen aus dieser 

Familie.

 

 

 

 

 

 

 

Die historische Technik der Brodmühle

 stammt, wie sie heute zu sehen ist,

 überwiegend aus der 20-er und 30-er

 Jahren des letzten Jahrhunderts. 

Ein 'unterschlächtiges' Wasserrad mit

 36 hölzernen Schaufeln gibt die

 Wasserkraft der vorbeifließenden

 Schutter über eine Vielzahl von

 Transmissionswellen, Lederriemen

 und Riemenscheiben an die einzelnen

 Arbeitsgeräte in der Mühle weiter.

Über Elevatoren und hölzerne Rohrschächte 

gelangt das Mahlgut von einer Bearbeitungsmaschine 

zur nächsten.

 

Walzenstühle mit geriffelten Metallwalzen

und riesige Mühlsteine zerkleinern die

Getreidekörner

 

 

Die schlechte Ertragslage und das Mühlensterben ab Mitte der

 50-er Jahre haben eine Modernisierung letztlich

 verhindert. 1982 wurde mit dem Tod des letzten Brodmüllers

 Andreas Brod auch hier der Betrieb eingestellt.